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Neue Reifen oder die Odyssee des Montierens

Die alten Pellen sind nun schon einige Jahre auf dem Land Cruiser und das Fahren bei nasser Fahrbahn war kein rechtes Vergnügen mehr. Die bewährten Trac Edge gibt es leider nicht mehr, also musste eine Alternative her. Umhören bei den Land Cruiser-Treibern ergab, dass die meisten mit den BF Goodrich T/A (AT, also All Terrain) recht zufrieden sind. Ein MT schied aus, da der Cruiser meist auf der Straße bewegt wird und die MT dort meist etwas laut sind.

Ein Satz gebrauchter Reifen war bereits “auf Lager”, ebenso 4 Original-Felgen und 4 Kompletträder (205R16) auf den entsprechenden Felgen.

Dann ergab sich noch die günstige Gelegenheit für einen Satz neuer Goodrich T/A.

Nun gings ums Abziehen, Montieren und Auswuchten.

Der Reifenhändler war an diesen Dienstleistungen anscheinend nicht interessiert, obwohl die Reifen dort gekauft wurden. Alles sehr kompliziert und die Preise - naja … 15 bis 20 € pro Rad fand ich etwas happig. (Inzwischen weiß ich, dass sie es auch für 8 € plus Gewichte machen, wenn man hartnäckig genug fragt. “Kunde droht mit Auftrag!” ist nicht so mein Ding.)

Ein Kollege aus dem buschtaxi-Forum gab  mir einen Tip zu einem kleinen Betrieb in der Nähe.

Also angerufen. Nett unkompliziert. Ja klar machen wir. Ja, der Preis im Internet stimmt: 5 € pro Rad für Montieren und Wuchten. Passt es morgen (Sonnabend!) gegen 14:00 Uhr?

Na das probieren wir doch mal.

Reifen, Felgen und Kompletträder auf den Anhänger gewuchtet und los gings.

Kleine Kfz-Werkstatt mit familiärer Atmosphäre.

Der Chef schraubt selbst. Hat früher mal bei Land Rover gearbeitet. Reifen montieren ist mehr oder weniger Kundenservice. Kein Wunder bei dem Preis. Eigentlich macht er lieber “richtige Reperaturen” wie Motoren und Getriebe.

Angepackt, los gings und nach etwas über zwei Stunden konnte ich zwei komplette Sätze und die alten Pellen wieder auf den Anhänger wuchten.

Die dann aufgerufenen 48 € fand ich für die erbrachte Leistung als sehr angemessen. Die 8 € Mehrpreis sind genau der Mehrpreis für Alufelgen und die dort verwendeten Klebegewichte, die auf meinen Wunsch hin bei einem Satz Reifen verwendet wurden.

Inzwischen ist der erste Satz montiert und läuft bisher einwandfrei.

Die Moral von der Geschichte oder warum schreib ich das hier überhaupt?

Enttäuscht vom Verhalten der großen Anbieter (ich hatte zunächst bei mehreren angefragt und aufgrund des offensichtlichen Desinteresses und der genannten Preise dann verzichtet) hab ich es bei einem örtlichen kleineren Betrieb versucht und bin mit Leistung, Preis und vor allem mit dem netten und freundlichen Verhalten dort sehr zufrieden.

Man fühlt sich nicht als Nummer XY, sondern als Kunde, dem zugehört wird und auf dessen Wünsche eingegangen wird.

So etwas gibt es also doch noch!

Ach ja, die Firma ist natürlich kein Geheimnis

Puppes Kfz Werkstatt
Dorfstrasse 4
29690 Buchholz/Aller

http://www.puppes-kfz-werkstatt.de/

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4 Kommentare zu “Neue Reifen oder die Odyssee des Montierens”

 
  1. admin schrieb am 9. August 2009 um 10:14

    Der Reifenhändler hat sich ehrlich geweigert, die Schluppen aufzuziehen? Darf ja wohl nicht wahr sein…was ist denn an den Reifen anders als an irgendwelchen popeligen PKW-Reifen?

  2. landcruiser schrieb am 9. August 2009 um 10:43

    Geweigert hat er sich natürlich nicht. Nur hatte ich nicht den Eindruck, dass die es gerne machen wollten. Hatte gedacht, das die gerne eine Komplettleistung incl. Montage verkaufen würden. Nach dem Motto “Wenn man schon die Reifen bei denen kauft, machen sie auch einen vernünftigen Preis für Montieren und Wuchten.”
    War aber anscheinend nicht so.

  3. admin schrieb am 10. August 2009 um 09:21

    Naja, das ist ja fast ne Weigerung…

    Unglaublich.

  4. Gerhard Geschwill schrieb am 3. November 2009 um 23:09

    Was - nur 5 Euro fürs Montieren und Wuchten…?? Seien wir ehrlich : Das ist nicht nur günstig, das ist fast geschenkt ! Vor kurzem habe ich die alten Dunlops runter geworfen und Goodyears auf die Sprengringfelgen gezogen, mit dem Hi-Lift und zwei Montiereisen. Hätte ich’s von vornherein bewusst nicht als sportliche Übung aufgefasst, wäre ich bei den ersten beiden Rädern (erst ab Nummer drei hat’s dann geflutscht) in einer bestimmten Phase auch bereit gewesen, 10 Euro pro Rad zu bezahlen. Die 4 Euro fürs Auswuchten in einer Tankstelle waren m.E. dann auch nicht zuviel angesichts des halben Kilos Blei, das seither an jeder Felge klemmt.
    Gruß GG ( und danke für den Rücklicht-Kommentar !)

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